Was mich die letzten Monate beschäftigt hat


Lang ist’s her seit dem letzten Beitrag, aber jetzt wollte ich von dem Berichten was mich die letzten Monate beschäftigt hat.

  1.  Temperaturmonitoring und Ersatz des Thermostats im Wohnzimmer.

Ich habe im Wohnzimmer einen Thermostat, der die Fußbodenheizung steuert. Diesen kann man zwischen 1 und 5 einstellen. Also zwischen „kalt“ und „warm“. Da alleine das Innenleben diese Thermostate schon 50€ kostet und dann noch die entsprechende Verkleidung passend zu den Schaltern habe ich mich mal an den Ersatz ‚rangemacht.

Zuerst dachte ich an einen Arduino pro mini mit einem 0,96 Zoll OLED SPI-Display und ESP8266 Wifi Adapter. Da aber das alles plus Netzteil nicht in die Einbaudose gepasst hätte und das Programmieren sowohl des OLED-Displays mit u8glib und auch der ESP8266 nicht so einfach sind habe ich mich für die etwas umfangreichere Variante entschieden:

Teileliste:

  1.  Raspberry Pi a+ (24€)
  2.  PiTFT 2,8 Zoll resistive touch (35 €)
  3.  EdiMax Wlan-Stick (12€)
  4.  USB-Netzteil 2A (vorhanden, aber sonst 7€)
  5.  Gehäuse (Reichelt 6 €)
  6.  Micro SD-Karte 8 GB ( vorhanden aber sonst 6 €)
  7.  DS18s20 Temperatursensor (3 €)
  8.  Sharp Solid State Relais (ewig vorhanden und wird schon nicht mehr verkauft)

macht zusammen 93€. Nicht schlecht für einen Internetfähigen Thermostat, der auch noch ein Logging bei thingspeak macht und den ich dann zur not noch zur Alarmanlage umfunktionieren kann.

Hier mal ein paar Bilder:

Jung Thermostat

Jung Thermostat

Raspberry Pi Thermostat

Raspberry Pi Thermostat

Das Display hat mich ein wenig Nerven gekostet. Eigentlich sollten alle 26 Pins durchgeschleift sein. Allerdings passiert mit den nicht benutzten Pins irgendwas, sodaß das 1-Wire Protokoll nicht mehr funktioniert. Also entweder den GPIO-Pin4 nicht mit an das Display weiterleiten, oder einfach beim Raspberry Pi a+ einen der restlichen Pins verwenden. Da braucht man dann allerdings ein paar Kernelparameter. Ausserdem braucht man für das Adafruit Display auch einen älteren gepatchten Bootloader von Adafruit. Unschön.

Aber mal was zum laufenden System: Schaltplan ist schwierig, da weder Raspberry Pi a+ noch das Pi-tft im Fritzing eingebaut ist, aber im Grunde ist es so: Pitft in Raspberry pi A+ einstecken, dann sind noch 5 Kabel notwendig. 5V vom Netzteil auf Pin 1, Ground auf Pin 5, GPIO5-Pin auf den DS18s20 Datenpin (Mitte) und mit einem 4,7 K Ohm als Pullup auf 3,3V (Pin 2). 3,3V auch noch auf Vin des Ds18s20 und Masse wieder auf Pin 5. Das Solid State Relais habe ich auf GPIO-Pin 6 gelegt.  Das Solid State Relais habe ich noch mit einem 220 Ohm Vorwiderstand versehen. Das war’s.

Die RRD-Datenbank wird alle 5 Minuten mit dem aktuellen Wert befüllt, allerdings halte ich die RRD-Datenbank nicht auf der SD-Karte, da diese dann Schaden nehmen würde. Viel mehr wird die RRD-Datenbank in einer Ramdisk gehalten, und stündlich per NFS auf meinen Server übertragen. Außerdem wird gleichzeitig noch bei Thingspeak ein Channel befüllt. Hier der public Graph:
Thingspeak

Falls die Lücke noch zu sehen ist: Das war, als ich das Thermostat mit anderen Hacks auf dem Tübinger Linux-Tag vorgestellt hatte. Ausserdem ist die Messung nicht besonders Aussagekräftig. Irgendwie misst der DS18S20 nicht mehr richtig, seit dem ich ihn ins Gehäuse eingebaut vergossen habe.

Da das mit dem Thermostat so gut lief, habe ich gleich noch einen übrig gebliebenen Raspberry Pi A (ohne +)  in mein Gartenhäuschen gebaut um dort die Wassertemperatur in meiner Pool-pumpe zu messen und in eine 2. RRD zu loggen. Hier ging allerdings der HAMA-Nano Wlan-Stick nicht mehr, da er dann keine Verbindung mehr bekam . Ein anderer Wlan-Stick von CSL mit Antenne funktioniert aber problemlos. Dort habe ich einen vergossenen DS18B20 eingebaut und kein TFT eingebaut. Die Wassertemperatur im Pool kann ich leider nicht steuern. Da bin ich auf Solarkraft angewiesen.

Das war das längste Projekt. Kurz entschlossen habe ich mich dann auch noch am Tübinger Linuxtag für einen Lightning-Talk angemeldet. Thema war „Hardware Hacken“.  Daraus hat sich dann auch noch ein Linux-Lunch in meiner Firma ergeben, bei dem ich eine Stunde über G-Code erzählt habe. Vielleicht gibt’s noch einen 2. Teil mit meinen Hardware-Basteleien.

Im Moment beschäftige ich mich noch nebenher mit einem LED-Projekt. Die Ikea-Lampe, die ich gehakt habe ist noch nicht genug. Ich hätte gerne eine kugelförmige Lichtquelle in der Ikea-Lampe und deswegen habe ich mit mal für 30 Cent Styroporkugeln im Grabbelladen geholt. Darauf kommen nun Ws2812B SMD-Leds und ein Arduino mit dem ich dann Farbwolken von innen auf die Kugel projezieren kann.

 

Advertisements

Über arduphototobot

Ich wollte einfach nur meine Erlebnisse dokumentieren, die ich beim Aufbau eines Automatischen Photo-Robotes mit einem Arduino gehabt habe.
Dieser Beitrag wurde unter Raspberry pi veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s